Erforderliches Hilfsmittel: Dämpferpumpe und Kabelbinder.
1 Grundabstimmung des Hinterbau-Dämpfers.
Negativ-Federweg beim Luftdämpfer einstellen.
Schieben Sie den O-Ring am Dämpfer ganz zurück gegen die Anlagefläche.
Setzen Sie sich in der Fahrposition auf das Rad.
Steigen Sie vom Rad. Der O-Ring hat sich durch das Körpergewicht verschoben.
Messen Sie nun den Abstand zwischen der Anlagefläche und dem O-Ring.
Dieser Abstand ist der Negativ-Federweg.
Den Gesamt-Federweg erfahren Sie aus Ihren Dämpfer Unterlagen.
Der Nagativ-Federweg sollte sein: a) Cross Country-Einsatz 20 bis 25 Prozent vom Gesamtfederweg .
b) Freerider und Downhil-Einsatz bis zu 40 Prozent vom Gesamtfederweg .
In der Bedienungsanleitung des Dämpfer-Herstellers finden
Sie eine Anleitung für den entsprechenden Druck zu Ihrem Körpergewicht. Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer des Dämpfers mit diesen Druck auf.
Geben Sie ca. 0,5 bis 1,0 Bar dazu, da dieser Wert in der Regel beim Abschrauben der
Pumpe vom Ventil wieder verloren geht.
Die Maximal-Werte nicht überschreiten.
2 Zugstufendämpfung einstellen.
Mit der Zugstufe stellen Sie die Ausfedergeschwindigkeit des Dämpfers ein.
Die Zugstufendämpfung liefert einen wichtigen Beitrag für die Reifentraktion und Fahrsicherheit.
Ist die Zugstufe ausgeschaltet (ganz aufgedreht), federt der Dämpfer schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen.
Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (ganz zugedreht), federt der Dämpfer zu
langsam aus. Der Hinterbau (Federung) kann Unebenheiten und Schlägen im Gelände
nicht folgen. Die Zugstufenverstellung befindet sich bei den meisten Dämpfern am hinteren Ende
der Dämpferaufnahme blaue Rädelscheibe
Drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu (mit einem "+" oder Pfeil gekennzeichnet).
Zur Grobeinstellung der Dämpfung eignet sich der Bordsteintest
hinunter.
Der Hinterbau federt ein und anschließend kaum noch aus, ist die Zugstufendämpfung zu schwach eingestellt.
Drehen Sie die Zugstufe am Stellrad nun Rasterung für Rasterung heraus.
Der Hinterbau sollte nach dem Einfedern ca. 1-2 x nachschwingen
Der Dämpfer muss ohne Rückschlag ausfedern und sollte beim Ausfedern nicht anschlagen.
3 Feinabstimmung.
Für die Feinabstimmung des Fahrwerks eignet Sie am besten eine Standardstrecke.
gut: Lange Bodenwellen, Anstiege und kurze Schläge.
Haben Sie einen Dämpfer mit Stahlfeder beginnen Sie mit der Druckstufe.
Die Druckstufe dient dazu die Feder zu unterstützen um Durchläge zu verhindern.
Wenn die Federhärte richtig ist, reicht es die Druckstufe auf die weichste Stufe zu stellen.
Jetzt die Feineinstellung der Zugstufen-Dämpfung vornehmen.
Eine zu harte Zugstufe macht sich bemerkbar, dass die Federung den Schlägen der Strecke nicht folgen
kann.
Das Fahrwerk sackt ein und ist nicht mehr komfortabel. Ist die Zugstufe zu weich, verhält sich das Fahrwerk bei Bodenwellen unruhig und die Reifen haben weniger Bodenkontakt.
Spezial-Einstellungen.
Touren-Fahrer
Der Fahrkomfort steht für Tourenfahrer an erster Stelle.
Deshalb gilt hier für die Federung meist so weich wie möglich. Besonders wichtig ist das Ansprechen der
Federung auf kleine Schläge. Stellen Sie die Federgabel etwas weicher ein als den Dämpfer, sonst reagiert
sie bei Gewichtsverlagerung bergauf nicht auf kleine Schläge.
Cross Country und Race
Für Cross Country- und Race-Fahrer spielt der Komfort meist keine große Rolle. Wichtig ist der direkte Fahrbahnkontakt und eine gute Kraftübertragung. Bei diesem Einsatz fährt man mit weniger Negativ-Federweg.
Freerider und Enduro-Bikes
Wegen der Gewichtsverlagerung nach vorne, sollte man bei diesem Radtyp, die Federung vorne etwas härter und hinten weicher einstellen. So hat man die optimale Leistung im Hinterbau.
Die Zugstufendämpfung stellt man je nach Strecke: Strammer für gutes Beherrschen auf schwierigen Strecken.
Weicher auf schnellen Pisten mit einem guten Dämpfungsvermögen.
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