Das Amstel Gold Race findet traditionell im April statt und wird in den Niederlanden ausgetragen. Die Strecke ist etwa 250 Kilometer lang und gefahren wird in der Nähe von Maastricht. Der Name entstammt einem holländischen Bierunternehmen und wurde das erste Mal im Jahr 1966 gefahren. Ähnlich wie das Paris Roubaix Rennen ist es ein Klassiker unter den Eintagsrennen und bei Radsportlern sehr beliebt.

Das Rennen war ursprünglich wie für Sprinter gemacht, da es zum Großteil auf gerader Fläche stattfand. Mittlerweile hat sich der Verlauf der Strecke aber verändert, es wird eine wellige Strecke abgefahren, die sich östlich von Maastricht befindet. Entsprechend ist das Amstel Gold Race nur für Allrounder zu schaffen, die sowohl auf gerader Strecke wie auch bei Anstiegen überzeugen können.

Strecke

Die Hügel, die Teil der Strecke sind, erscheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich anspruchsvoll. Kennzeichnend ist aber, dass sie sich über die ganze Strecke ziehen, weshalb immer wieder Kraft aufgewendet werden muss, um die Hügel zu bezwingen. Dies kann mitunter sehr ermüdend sein- für die Zuschauer ist es aber sehr spannend. Viele Tausende Menschen stehen jedes Jahr am Straßenrand und bejubeln die Sportler, um sie zu motivieren und zu Bestleistungen anzuspornen. Insgesamt lassen sich die Hügel aber nicht mit den Bergen vergleichen, die bei großen Rennen befahren werden, denn bei der Tour de France gilt es beispielsweise, durch Teile der Alpen zu fahren. Die Hügel haben aber dennoch manchmal die gleiche Steigung, wenn auch nur über einen kurzen Zeitraum, weshalb es unmöglich ist, ein konstantes Tempo zu halten, der Rennfluss wird entsprechend häufig unterbrochen und steigert damit die Spannung, denn die Sportler liefern sich knappe Rennen. In der Regel entstehen so außerdem kleine Gruppen von Sportlern, denn einige haben mehr Probleme mit den Steigungen als andere.

Bewertung und Sieger

Bis 2004 war das Rennen Teil des Rad-Weltcups, dieser wurde aber mittlerweile abgeschafft und nun zählt es zur neuen UCI ProTour beziehungsweise der UCI World Tour.

Die Strecke veränderte sich über die Jahre, mittlerweile liegt das Ziel auf dem Cauberg. Es handelt sich dabei um einen kurzen, aber dennoch sehr steilen Anstieg. Es gibt außerdem die Möglichkeit, einen Tag vor dem eigentlichen Rennen an einem sogenannten “Jedermannrennen” teilzunehmen. Bis 1990 stammten die Teilnehmer weitestgehend aus den Niederlanden und Belgien, mittlerweile ist die Teilnehmerliste aber deutlich internationaler. Der Niederländer Jan Raas ist Rekordsieger des Rennens, er gewann insgesamt fünfmal zwischen den Jahren 1977 und 1982. Auch Deutsche gewannen schon den Titel: 1992 gewann Olaf Ludwig, 2000 Erik Zabel und im Jahr 2007 holte Stefan Schumacher den Sieg.